Seminar - Neue Entwicklung im Rentenrecht

Erfolgreiches Kooperationsseminar des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen e.V. mit der Hanns-Seidel-Stiftung vom 7.- 9.Febreuar 2003 im Bildungszentrum Wildbad Kreuth

Freitag, 7.Februar 03:
Nach Ankunft am späten Nachmittag und einem ausgiebigen Abendessen trafen sich die Teilnehmer/innen um 19 Uhr zum ersten Seminarabend. Man war von der schönen Umgebung Wildbad Kreuth und dem vielen Schnee (1,60 m hoch) überrascht. Die Teilnehmer wurden von der Semianrleiterin Silke Schwenk herzlich begrüßt. Schon zum dritten Mal arbeitet sie mit Gehörlosen zusammen. Frau Schwenk betonte, dass ihr die Arbeit mit Gehörlosen viel Spaß macht. Frau Röhrlein wurde als Referentin für Sozialpolitik bei der Hanns-Seidel-Stiftung vorgestellt. Frau Röhrlein meinte, man muss das Tabu "Behinderte" aufbrechen und die Menschen mit Behinderung als Normalität akzeptieren. Dazu soll das "Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003" einen Beitrag leisten. Die Bayerische Staatsregierung veranstaltet das Jahr under dem Motto: NA UND! Auch sprach sie von einer UN-Resolution, wonach alle Menschen, ob schwarz oder weiß, ob behindert oder nicht behindert, gleich zu behandeln sind.
Frua Roggenbuck wurde vorgestellt. Sie ist Leiterin der Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherungsabteilung der LVA Berlin-Mitte und Expertin für Rentenfragen.
Der Landesbeauftragte für Politische Bildungsarbeit Gerhard Jandy hieß alle Anwesenden herzlich willkommen. Er freute sich sehr, dass sich diesmal 29 Leute angemeldet haben. Das Thema "Rentenrecht" wurde bewußt gewählt, da es sich heutzutage um eine schwierige Materie handelt. Die Kooperation des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen mit der Hanns-Seidel-Stiftung funktioniert sehr gut. Nur so hat der Gehörlose die Möglichkeit, mit seinen Leidensgenossen an einem solchen Seminar teilzunehmen. Allein würde er es kaum tun, da die Kosten für einen Gebärdensprachdolmetscher zu hoch sind. Dankenswerterweise übernimmt der Landesverband das Honorar und die Stiftung die Übernachtung und Verpflegung für die Dolmetscher. Als Dolmetscherin begrüßte Herr Jandy Liane Seis aus Niederbayern. Anschließend stellten sich die Teilnehmer selbst vor.
Nun hatte Frau Roggenbuck für den Rest des Seminarabends das Wort. Als Erstes wurde das Thema "Leistungsansprüche" behandelt. Der Aufbau der gesetzlichen Rentenversicherung wurde erläutert.
Zum Schluss lobte Silke Schwenk alle Teilnehmer für die regen Fragen und die sachliche Diskussion. Am späten Abend trafen sich alle beim Bierstüberl zu einem gemütlichen Beisammensein.

Samstag, 8.Februar 03:
Herr Jandy begrüßte den heute hinzugekommenen Dolmetscher Günter seuberth aus Donauwörth. Bevor es mit dem Rentenrecht weiterging, referierte Frau Schwenk über die Geschichte und die Aufgaben der Hanns-Seidel-Stiftung. Ein jeder kann Informationen über die Stiftung aus dem Internet unter www.hhs.de abrufen.
Frau Roggenbuck sprach nun das Thema "Erwerbsminderungsrenten" an. kann. Die Beratungen sind hier kostenlos.
Nun wechselte man zu dem Themenbereich "Betriebsrente, Private Altersvorsorge und Riester-Rente" über. Mit der Absenkung der gesetzlichen Altersrente von 71% auf 63% des letzten Monatlichen Einkommens, gewinnt die betriebliche und die private Altersvorsorge immer mehr an Bedeutung.
Nach einem guten Abendessen ging es wieder in das gemütliche Bierstüberl.

Sonntag, 9.Februar:
Frau Roggenbuck beleuchtete einzelne Formen der betrieblichen Altersvorsorge.
Als letztes Thema behandelte Frau Roggenbuck die "Grundsicherung". Das Grundsicherungsgesetz gilt ab dem 1.1.03. Anspruch haben, alle, die älter als 65 Jahre alt sind und weniger als 844 Euro Einkommen im Monat haben. Ebenso können Leute, die älter als 18 Jahre alt sind und dauerhaft erwerbsgemindert sind, eine Grundsicherung erhalten. Mit Hilfe der Grundsicherung soll die "verschämte" Altersarmut vermieden werden.
Am späten Vormittag kam der Landesvorsitzende Rudolf Gast mit seiner Frau Sigrid auf Besuch. Er wohnte dem Referat über die Grundsicherung bei und konnte sich von dem Erfolg seines Verbandes bei der Durchführung des Seminars überzeugen.
Am Ende des Seminars bedankte sich Herr Jnady bei Frau Roggenbuck für ihre fundierten Ausführungen, bei den Dolmetshcern für ihre gute Arbeit und bei den Teilnehmern für die Aufmerksamkeit und rege Mitarbeit. Für Frau Roggenbuck war es eine neue Erfahrung, da sie zum ersten Mal mit Gehörlosen zu tun hatte. Auch Silke Schwenk bedankte sich bei allen und wünschte eine gute Heimfahrt.
Nach dem Mittagessen führte Rudolf Gast mit einigen Vereinsvertretern Gespräche. Zum Schluss trafen alle zu einem Gruppenfoto zusammen. Trotz der traumhaften, winterlichen Landschaft mussten alle die Heimreise antreten. Wildbad Kreuth wird allen in guter Erinnerung bleiben.

Stefan Kolb / Gerhard Jandy

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